NIS2 | NISG2026

Mit der NIS2-Richtlinie (EU) 2022/2555 und dem österreichischen Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz 2026 (NISG 2026) verändern sich die regulatorischen Anforderungen an Cybersicherheit grundlegend. Unternehmen im Wirkungsbereich sind verpflichtet, technische und organisatorische Maßnahmen umzusetzen, Risiken strukturiert zu managen, Meldeprozesse zu etablieren und die Wirksamkeit ihrer Sicherheitsmaßnahmen nachweisbar sicherzustellen. Auch Governance-Strukturen und Verantwortlichkeiten auf Managementebene rücken stärker in den Fokus.

Doch wie weit ist die Umsetzung von NIS2 in Österreich tatsächlich fortgeschritten?

Der CERTAINITY NIS2 Sensor 2026, durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Marktforschungsinstitut IMAS, basiert auf einer Befragung von 300 österreichischen Unternehmen mit 50+ Mitarbeiter:innen im Wirkungsbereich der Richtlinie.

Die Studie liefert eine fundierte Bestandsaufnahme zum aktuellen Umsetzungsstand von NIS2 und NISG 2026 in Österreich. Sie zeigt, wie NIS2 wahrgenommen wird, wo Unternehmen in der Umsetzung stehen und welche Herausforderungen sowie strategischen Auswirkungen dominieren.

Zentrale Ergebnisse zur NIS2-Umsetzung in Österreich:

  1. 88 % der Unternehmen kennen die NIS2-Richtlinie
  2. Nur 51 % schätzen ihre eigene Betroffenheit korrekt ein
  3. Der durchschnittliche Umsetzungsgrad der NIS2-Anforderungen liegt bei rund 30 %
  4. 71 % berichten von hohen Umsetzungskosten
  5. 72 % bestätigen ein Sicherheitsplus durch NISG 2026
  6. Knapp die Hälfte der Unternehmen hat die Umsetzung bislang hinausgeschoben

Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen Awareness, regulatorischem Anspruch und tatsächlicher Umsetzung.