Cyber Security bleibt auch zum Jahreswechsel ein Thema mit hoher Dynamik: neue Bedrohungen, steigende Komplexität und wachsende Anforderungen an Unternehmen prägen das Bild. Zwischen Rückblick und Ausblick stellt sich die Frage, was wir aus dem vergangenen Jahr mitnehmen – und worauf wir uns einstellen müssen.
Heute im Gespräch: Christoph Zajic, Head des Process Consulting Teams
So schnell ist auch das Jahr 2025 wieder vorbei. Zeit, auf die letzten Monate zurückzublicken: Was waren deiner Meinung nach die größten Herausforderungen für Unternehmen aus der Perspektive der Cyber -Sicherheit?
Christoph Zajic: Eine der größten Herausforderungen im Jahr 2025 war aus meiner Sicht ganz klar NIS2 - vor allem das lange Warten auf Klarheit. Viele Unternehmen wussten über Monate hinweg nicht, was konkret auf sie zukommt und wann welche Anforderungen tatsächlich verbindlich werden.
Wir befinden uns am Anfang von 2026 - welche Cyber-Bedrohungen schätzt du für dieses Jahr als besonders gefährlich ein?
Christoph Zajic: In Bezug auf Cyber-Bedrohungen erwarte ich für 2026 keine grundlegend neuen Entwicklungen. Unabhängig davon, ob KI eingesetzt wird oder nicht, hinken wir als Verteidiger den Angreifern meist hinterher. Ein Thema, das jedoch deutlich an Bedeutung gewinnen wird, sind Fake News. Vor allem junge Menschen, die sich stark über Social Media informieren, werden zunehmend mit KI-generierten Beiträgen und Videos konfrontiert. Oft ist nur noch mit gesundem Menschenverstand erkennbar, ob Inhalte echt oder manipuliert sind. Und genau dieser wird in dieser Altersgruppe gerade immer weniger trainiert.
Welche relevanten regulatorischen Veränderungen stehen uns bevor und wie können sich Unternehmen darauf vorbereiten?
Christoph Zajic: Auch regulatorisch wird sich das Thema KI weiter ausweiten. Unternehmen werden sich zunehmend damit auseinandersetzen müssen, wie KI eingesetzt wird und welche Rahmenbedingungen dabei zu beachten sind.
KI hat auch bei uns im Unternehmen immer mehr Einzug gehalten - gibt es einen KI-Hack oder irgendeine coole Einsatzmöglichkeit, die du mit uns teilen könntest?
Christoph Zajic: Einen konkreten KI-Hack habe ich nicht – aber in meinem Team wird gerade fleißig experimentiert und erste spannende Anwendungsfälle werden ausprobiert.
Was würdest du Unternehmen raten, um gut auf das Jahr 2026 vorbereitet zu sein?
Christoph Zajic: Mein Rat an Unternehmen ist vergleichsweise simpel: Hausaufgaben machen und Altlasten aufräumen. Viele Probleme lassen sich vermeiden, wenn grundlegende Themen sauber angegangen werden.
Was wünscht du dir für das Jahr 2026 aus Sicht deines Kompetenzbereichs?
Christoph Zajic: Für 2026 wünsche ich mir vor allem viele Projekte und genauso zufriedene Kunden 😉
